
Die Polizei Rhein-Erft-Kreis warnt nach zwei Trickdiebstählen in Pulheim und Hürth erneut vor unangekündigten vermeintlichen Handwerkern. In beiden Fällen gelangten unbekannte Männer unter einem erfundenen Vorwand in private Wohnräume. Die Geschädigten stellten anschließend fest, dass Bargeld und Schmuck fehlten.
Im Pulheimer Buschweg klingelte am Vormittag des 24. August ein dunkelblonder Mann an einem Haus. Er gab sich nach Angaben der Polizei als Mitarbeiter eines Wasserversorgers aus und behauptete, den Wasserdruck überprüfen zu müssen. Unter diesem Vorwand brachte er die Bewohnerin dazu, mit ihm in den Keller zu gehen. Als sie später in die Wohnräume zurückkehrte, war der Mann verschwunden. Erst danach bemerkte sie den Verlust von Wertgegenständen und Geld.
Am Nachmittag des 25. August ereignete sich in Hürth-Hermülheim ein ähnlicher Fall. Gegen 15.15 Uhr trat dort ein etwa 35 bis 40 Jahre alter Mann als angeblicher Handwerker auf. Auch er verschaffte sich mit einer technischen Erklärung Zugang zum Haus. Während die Aufmerksamkeit des Bewohners gebunden war, wurde nach bisherigen Erkenntnissen das Gebäude nach Wertsachen durchsucht.
Die Ermittler prüfen, ob die beiden Taten miteinander in Verbindung stehen. Gesicherte Angaben zu weiteren Beteiligten oder einem gemeinsam genutzten Fahrzeug wurden bislang nicht veröffentlicht. Hinweise zu verdächtigen Personen oder Beobachtungen an den jeweiligen Tatorten nimmt die Polizei Rhein-Erft-Kreis unter 02271 81-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de entgegen.
Die Polizei rät, unbekannte Personen grundsätzlich nicht unangemeldet in die Wohnung zu lassen. Betroffene sollten sich einen Dienstausweis zeigen lassen und den angeblichen Auftrag direkt bei dem genannten Unternehmen überprüfen. Im Zweifel ist es sinnvoll, die Tür geschlossen zu halten, Nachbarn hinzuzuziehen und die Polizei zu verständigen.