Asiatische Tigermücke in einem Garten als redaktionelles Symbolbild
Erftpost

Die Asiatische Tigermücke ist im Rhein-Erft-Kreis nicht mehr nur ein vereinzelter Fund. Nach Angaben des Kreises wurden seit 2024 beständige Vorkommen in Brühl-Ost und Kerpen-Brüggen dokumentiert. Die Populationen haben die Winter überstanden, sodass mit einem dauerhaften Auftreten und einer weiteren Ausbreitung gerechnet werden muss.

Die kleine Mücke ist an ihrer kontrastreichen schwarz-weißen Zeichnung und den gestreiften Beinen erkennbar. Sie ist tagsüber aktiv und kann durch häufige Stiche lästig werden. Unter passenden Bedingungen kann die Art bestimmte Krankheitserreger übertragen; für den Rhein-Erft-Kreis besteht nach derzeitigem Stand jedoch keine akute Gesundheitsgefahr.

Entscheidend für die Vermehrung sind kleinste stehende Wasseransammlungen. Untersetzer, Eimer, Gießkannen, verstopfte Rinnen, Planen und offene Regentonnen können als Brutplätze dienen. Bewohner sollten Behälter regelmäßig entleeren und reinigen sowie Regenfässer dicht abdecken. Gartenteiche mit natürlichen Fressfeinden sind meist weniger problematisch als kleine, ungestörte Gefäße.

Verdächtige Funde können dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Ein Foto und eine genaue Ortsangabe erleichtern die Bewertung. Die Bekämpfung funktioniert am besten, wenn ganze Nachbarschaften mögliche Brutstellen beseitigen, weil die Tiere nur relativ kurze Distanzen fliegen und sich häufig in unmittelbarer Nähe ihrer Entwicklungsgewässer aufhalten.

Quelle: Rhein-Erft-Kreis →
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