Ankunft eines Angeklagten vor einem Gerichtsgebäude zum Prozess in Köln
Erftpost

Vor dem Landgericht Köln hat am Freitag der Prozess gegen einen 68 Jahre alten Mann aus Frechen begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor. Im Mittelpunkt steht der Tod seiner 58-jährigen Partnerin, die im April in der gemeinsamen Wohnung durch einen Schuss ums Leben kam.

Nach Darstellung der Anklage litt die Frau an einer psychischen Erkrankung und soll am Morgen des Tattages geäußert haben, sterben zu wollen. Die Anklage geht davon aus, dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage war, eine freie und tragfähige Entscheidung über ihr Leben zu treffen. Einige Stunden später soll der Angeklagte ihr angeboten haben, mit einer Pistole auf sie zu schießen.

Die Frau soll diesem Vorschlag mit einem Nicken zugestimmt haben. Der 68-Jährige soll anschließend einen Schuss in ihren Mund abgegeben haben. Danach verständigte er nach Angaben der Anklage selbst den Notruf. Trotz Reanimationsversuchen starb die 58-Jährige später in einem Krankenhaus.

Ob und wie sich der Angeklagte zu den Vorwürfen äußert und wie das Gericht die Entscheidungsfähigkeit der Verstorbenen bewertet, ist Gegenstand der Hauptverhandlung. Für das Verfahren sind zunächst vier Verhandlungstage angesetzt. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt für den Angeklagten die Unschuldsvermutung.

Quelle: Radio Erft →
Diese Meldung teilen