Kommunale Haushaltsunterlagen in Erftstadt als Symbolbild
Erftpost

Die Kommunalaufsicht hat den Haushalt der Stadt Erftstadt für 2026 genehmigt. Damit kann die Stadt die vorgesehenen Haushaltsansätze grundsätzlich bewirtschaften. Die Freigabe ist jedoch mit einer deutlichen Mahnung verbunden, Ausgaben zu begrenzen und die finanzielle Entwicklung eng zu überwachen.

Der Ergebnisplan sieht nach den veröffentlichten Angaben ein Defizit von rund 18,4 Millionen Euro vor. Die allgemeine Rücklage könnte dadurch allein 2026 um nahezu die Hälfte sinken. Gleichzeitig wird zum Jahresende mit Liquiditätskrediten von ungefähr 60 Millionen Euro gerechnet, die laufende Zahlungsfähigkeit sichern müssen.

Als Ziel bleibt ein ausgeglichener Haushalt ab 2029 bestehen. Dafür sollen Personalaufwand, freiwillige Leistungen, Gebühren, Beiträge und neue Verpflichtungen kritisch geprüft werden. Verschlechtert sich die Lage weiter, kommt auch eine haushaltswirtschaftliche Sperre in Betracht, mit der Ausgaben vorübergehend stärker begrenzt werden können.

Für Bürgerinnen und Bürger können Konsolidierungsentscheidungen Auswirkungen auf kommunale Angebote, Gebühren oder Investitionsprioritäten haben. Noch ist damit keine konkrete einzelne Kürzung beschlossen. Die politischen Gremien müssen bei kommenden Entscheidungen jedoch stärker darlegen, wie neue Ausgaben finanziert werden und ob sie mit dem Konsolidierungsziel vereinbar sind.

Quelle: Stadt Erftstadt →
Diese Meldung teilen